Wer schreibt, der bleibt nicht nur, sondern vergisst auch ziemlich viele Dinge nicht. Diese für mich schmerzhafte Erfahrung des Vergessens machte ich diese Woche mehrfach. Schreibfaulheit kann eben auch weh tun.

Gedanken direkt haltbar machen

Meine Doktorarbeit nimmt langsam Formen an. Zwar geht der Fortschrift gefühlt nur mikroskopisch vorwärts, aber meine Erfahrung sagt mir: Weitermachen! Leider schleicht sich in gewissen Momenten, die durchaus unterschiedlichster Art sein können, eine gewisse Schreibfaulheit in meinen Alltag. Der Versuch, mir die Ideen in meinem Kopf alle zu merken, scheitert meist schon in der Keimzelle. Aus diesem Grund wird mein kleines Notizbuch wieder zu meinem ständigen Begleiter, denn jegliche Gegenwehr ist zwecklos und manchmal auch verlustreich.

Eine Doktorarbeit zu schreiben ist für mich ein Prozess, der mich ständig durchdringt. Es existieren zwar auch dissertationsfreie Zonen, aber kommen auf meiner Landkarte zu viele dieser Urlaubsorte vor, verliere ich auch gerne mal den Faden. Wieder in den komplexen Stoff einzusteigen, ist dann nicht so einfach.

Was lerne ich daraus?

Es ist noch keine Meisterin von Himmel gefallen und zum Glück helfen mir Werkzeuge aus dem Zeit- und Stressmanagement, mein Promotionsprojekt besser über die Bühne zu bekommen. Schreibfaulheit ist nicht schlimm, aber die Folgen sind schlimm, weil dadurch gute und weiterführende Ideen eventuell ins Reich der ewigen Verdammnis abgeschoben werden und das möchte ich auf keinen Fall riskieren.

Beeindruckende Dokumentation über Wissenschaftlerinnen

Am 2. Oktober 2020 ist mir via Twitter eine sehr sehenswerte Filmdokumentation über Frauen in der Wissenschaft über den Weg gelaufen. Immer noch schwer bewegt verlinke ich den Film PICTURE A SCIENTIST.

Teile diese Seite! Vielen Dank!

Rosi Würtz

Soziologin mit den Schwerpunkten Digitalisierung und Gesundheit, derzeit Promotion (Uni Bonn) über Führungskräfte und Gesundheitskommunikation, staatlich anerkannte Physiotherapeutin mit einem Faible für die Raumfahrt