Die Soziologin

Als ich mein Studium der Soziologie begonnen hatte, wusste ich nicht, welche Weiten des Denkens mich erwarteten. Einer meiner Soziologieprofs sagte damals: „Soziologie ist kein Fach, das Sie bloß studieren. Soziologie ist eine Lebensweise!“ Auch meine Arbeit als Physiotherapeutin wurde massiv von einer soziologischen Denkweise geprägt. In schwierigen Situationen hilft mir die Soziologie, den Überblick zu wahren oder ihn wiederzugewinnen.

„Du musst das soziologisch sehen!“ lautete der Ratschlag einer meiner Kolleginnen. Und ja, alltägliches, scheinbar selbstverständliches Denken lässt sich mit soziologischen Werkzeugen aufbrechen. Hervorkommen oft ungeahnte Möglichkeiten, die kreative Prozesse anregen.

Theorie und Praxis gehören für mich zusammen. Während meiner Zeit als Angestellte an der Universität Bonn durfte ich ein paar Projekte begleiten und konnte diese Kombination erfolgreich herstellen.

  • Forschungsprojekt Forschungs-Flashmob: Ein roter Teppich für die Wissenschaft
  • Forschungsprojekt SEHSTATION: Bonn

Ausflüge in die Praxis

Ich kombiniere erlangtes Wissen unheimlich gerne mit praktischem Handeln. Oder platt formuliert: Nur Theorie geht für mich nicht! Deswegen stelle ich mir immer wieder die Frage: Welche gesellschaftlichen und persönlichen Ziele verfolge ich mit meiner Forschungsarbeit?

Glücklicherweise wird das Thema „Offene Wissenschaft“ mittlerweile immer häufiger öffentlich diskutiert. Meine Erfahrungen, die ich während meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin in der Praxis sammeln durfte, helfen mir, den Spagat zwischen Theorie und Praxis stabil zu halten.

Dahin gegrätscht hatte mich zwischenzeitlich eine schwere Sportverletzung. Während der Rehabilitationsphase meines Kreuzbandrisses, den ich mir während eines Basketball-Spiels zugezogen hatte, lernte ich die Physiotherapie und ihre spannenden Prozesse kennen. Vor lauter Begeisterung vor allem für die Kommunikationsprozesse innerhalb dieses Gesundheitszweiges absolvierte ich eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Physiotherapeutin.

Doch die Soziologie lies mich auch während meiner Ausbildungszeit nicht los. So übernahm ich kurzerhand im zweiten Ausbildungsjahr den Kommunikationsunterricht für den Unterkurs. Auch die wissenschaftlichen Fortbildungen beschäftigten sich immer wieder mit dem Thema Kommunikation im Gesundheitsbereich.

Kommunikation überall

Raus und wieder rein in die Wissenschaft

Seit Oktober 2019 bin ich wieder ganz offiziell an der Universität Bonn eingeschrieben und promoviere nun doch fertig. Das Dissertationsthema und die Betreuung haben sich geändert und so heißt es nun: Hau es raus und schreib die Diss fertig! Selbstverständlich schreibe ich mal wieder ein Forschungsblog über mein Dissertationsprojekt, siehe www.healthyhospital.de.

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